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Aufwand für Social Media in der Unternehmenskommunikation

Wie in der Studie „Innovative Instrumente der Finanzkommunikation – Eine Umfrage unter börsennotierten Unternehmen“ von 2010 deutlich wurde, schätzen Aktiengesellschaften den Einsatz von Social Media für ihre Investor-Relations-Kommunikation als sehr aufwändig ein. Die notwendige Aktualität der Inhalte sowie der Ressourcenaufwand werden als größte Nachteile von Social Media eingeschätzt.

Abschätzung des zeitlichen Aufwands
Angaben zum personellen und finanziellen Aufwand von Social Media sind selten. Es ist das Verdienst von Marcel Bernet in seinem Buch „Social Media in der Medienarbeit“ eine umfassende und fundierte Übersicht eines allgemeinen Personalbedarfs für Social Media in der Medienarbeit erstellt zu haben. Er untersucht darin je Anwendungsart die „Acht Fragen für jedes Social Media Konzept“. Die Frage nach den Kosten und Ressourcen wird dabei immer wieder gestellt und annäherungsweise beantwortet. Entsprechend dieser Analyse erfordern breite Umsetzungen verschiedener Kanäle in einem Unternehmen (Social Bookmarking, Dokumente, Ton, Fotos, Videos, Blogs, Microblogs, Social Networks, Foren, Wikis und Monitoring inklusive einem Social-Media-Newsroom) insgesamt ein bis zwei zusätzliche Mitarbeiter. Dabei sind die teilweise Produktion von neuen Inhalten ebenso inbegriffen wie die Nutzung bereits vorhandener Inhalte sowie ein Dialog mit den Nutzern des Social Web. Das hört sich viel an, ist jedoch durchaus realistisch. Die Kosten in Euro kann sich jedes Unternehmen entsprechend seiner individuellen Personalkosten ausrechnen.

Aufwand für Social Media in der Unternehmenskommunikation - Quelle Marcel Bernet

Ressourcenbedarf in den Investor Relations
Bernet bezieht sich auf die gesamte Medienarbeit eines Unternehmens mit sämtlichen extern kommunizierende Abteilungen, also nicht nur auf den Teilbereich der IR. Der Anteil der Investor Relations an der Gesamtkommunikation variiert von Unternehmen zu Unternehmen, bleibt jedoch mit großer Wahrscheinlichkeit deutlich unter 50%. Wie man auch rechnet: Social Media in der Unternehmenskommunikation ist alles andere als kostenlos. Neben den Personalkosten fallen beispielsweise durch ein professionelles Social-Media-Monitoring durch einen Dienstleister weitere Kosten an. Zudem muss ein Projekt mit umfassender Social-Media-Strategie zunächst einmal eine strategische Integration in die Unternehmenskommunikation gewährleisten, für die initial ebenfalls ein nicht unerheblicher Aufwand entsteht. Die Erweiterung eines bestehenden Social-Media-Engagements auf die Investor Relations ist demnach zweifellos mit erheblich weniger Aufwand verbunden, als ein Neueinstieg.

 

Geschrieben von Andreas Köster am 13. Juli 2011 | Abgelegt unter Best-Practice,Online Investor Relations,Quellen,Social Media | 2 Kommentare