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Investor Relations im Zeitalter der Neuen Medien – Schnelleinstieg

Social Media sowie andere Neue Medien und Technologien verändern zunehmend die Kommunikation zwischen Unternehmen und Investoren. Dave Hogan ist US-amerikanischer Experte für Public Relations, Investor Relations und Social Media und beschäftigt sich mit dieser Entwicklung. Im IAOC (International Association of Online Communicators) Online Journal 2011 hat er kürzlich ein interessantes Paper (Seite 12 bis 19) mit dem Titel „Investor relations in the age of new media“ veröffentlicht, das weniger wissenschaftlich, jedoch umso geeigneter für einen Schnelleinstieg in das Thema ist. Wer sich also einen allgemeinen Überblick verschaffen möchte, ist hier richtig.

Agenturen und Experten in den USA
Hogan zieht in dem Paper neben eigenen Beobachtungen auf dem US-amerikanischen Kapitalmarkt mehrfach Studien der in diesem Bereich bekannten Agentur Q4 Websystems sowie Blogposts des IR Web Report heran. Diese Quellen sind derzeit führend was aktuelle Informationen zu Social Media in den Investor Relations angeht und für weitere Recherchen daher absolut zu empfehlen. Kritisch zu berücksichtigen ist dabei, dass die Herausgeber damit auch ihr Geld verdienen und eher euphorisch als wissenschaftlich schreiben.

Die 7 Hauptaussagen des Papers:

  1. Twitter und Stocktwits sind die derzeit wichtigsten Social-Media-Tools für die Investor Relations. Sie erhöhen die Reichweite dramatisch und sprechen die Financial Community gezielt an.
  2. Über Slideshare erreichen IR Power-Point-Präsentationen ein breites Publikum. Da die Präsentationen in den Unternehmen bereits vorliegen, tendiert der zusätzliche Aufwand gegen Null.
  3. CEOs und CFOs werden auf Youtube zu „Video Stars“. Sie geben dem Unternehmen ein Gesicht und vermitteln die Story des Unternehmens glaubwürdig. Die Produktionskosten sind in den letzten Jahren dramatisch gesunken und die Reichweite von Online-Plattformen für Videos dramatisch gestiegen.
  4. Facebook konnte sich in der Investor-Relations-Kommunikation selbst in den USA bislang nicht durchsetzen.
  5. LinkedIn ist weniger für die externe Unternehmenskommunikation, als vielmehr für Recherchen der Investor-Relations-Abteilungen geeignet. IROs können LinkedIn Profile nutzen, um potenzielle Investoren und Analysten zu identifizieren. Für Roadshows können mittels LinkedIn Persönlichkeitsprofile der Gesprächspartner erstellt werden.
  6. IR-Blogs sind aufwändig und haben sich bis auf wenige Leuchtturmprojekte in den USA bislang kaum durchgesetzt.
  7. IR-Apps (Applikationen) für Smartphones und Tablet-PCs  werden stark an Bedeutung gewinnen. Die Durchdringung des Marktes mit diesen Geräten ist auf Entscheiderebene bereits weit fortgeschritten und erleichtert den mobilen Zugriff auf Inhalte der Investor Relations.

Dave Hogan zieht in seinem siebenseitigen Paper folgendes Fazit:
“The genie is out of the bottle. […] There is no reversing this inevitable trend. Like most of the rest of the general population, shareholders, analysts and institutional investors are using social media services on a personal basis, if not for professional purposes.”

IAOC 2011 - Investor relations in the age of new media

 

Geschrieben von Andreas Köster am 29. August 2011 | Abgelegt unter Investor Relations,Quellen,Social Media | Keine Kommentare