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Unternehmen planen dramatische Verbesserung der Social-Media-Governance

Die wissenschaftliche Studie „European Communication Monitor“ (ECM 2011) wird bereits seit 2007 von Universitäten in elf Ländern unter der Leitung von Ansgar Zerfass durchgeführt. Insgesamt haben 2.209 PR-Berater auf Entscheider-Ebene aus 43 Ländern teilgenommen. Die jährliche Trendstudie zeigt, wie sich die Rahmenbedingungen der PR, aber auch die Unternehmenskommunikation selbst in Europa verändern. Besonders interessant sind dabei die ausführlichen Erhebungen zur Social-Media-Kommunikation sowie der Social-Media-Governance. Diese beschreibt, wie es um die allgemeinen unternehmensinternen Grundvoraussetzungen für eine Aktivität im Web 2.0 bestellt ist. Es zeigt sich, dass alleine im Jahr 2011 nahezu 30 Prozent aller befragten Unternehmen planen, Social-Media-Guidelines, ein Social-Media-Monitoring, Trainingsprogramme für ihre Mitarbeiter sowie feste Messgrößen (KPIs) zu etablieren. Jedes dritte Unternehmen möchte also in den kommenden Monaten seine Strukturen auf den Social Media Einsatz vorbereiten.

Unternehmen planen dramatische Verbesserung der Social-Media-Governance

Unternehmen planen dramatische Verbesserung der Social-Media-Governance

 

Bislang mangelhafte Social-Media-Governance
Eine umfassende Social-Media-Governance besitzt heute erst ein Teil der Unternehmen. Um die Social-Media-Guidelines (auch Policy genannt) steht es laut dem European Communication Monitor 2011 noch am besten: 39,6% der europäischen Unternehmen haben bereits Richtlinien eingeführt, gegenüber 30,2% ohne und 30,3%, die eine Einführung in 2011 planen. Social-Media-Guidelines legen für Mitarbeiter unternehmensweite Regeln fest, was und wie in Social-Media-Kanälen kommuniziert werden darf.

Schlechter sieht es derzeit noch beim Social-Media-Monitoring aus: Nur 33,3% der Unternehmen nutzen derzeit entsprechende Tools und 24,7% möchten diese einführen. Dagegen wissen 42,0% der Unternehmen nicht, was Kunden und Meinungsmacher im Web 2.0 über das Unternehmen schreiben und wie stark es im Vergleich zu den direkten Konkurrenten überhaupt öffentlich thematisiert wird.

Fehlende Mitarbeiterqualifikation und Erfolgsmessung
Über die Hälfte der Unternehmen (50,8%) bieten bislang keine Social Media Trainingsprogramme für ihre Mitarbeiter. 21,3% schulen ihre Mitarbeiter bereits und 27,9% planen dies für 2011. Die häufig gestellte Frage nach der kommunikativen Erfolgsmessung versucht die Studie über Key performance indicators (KPI), also Erfolgskennzahlen, zu erheben. KPIs zur Erfolgsmessung der Social-Media-Aktivitäten nutzen derzeit lediglich 21,1% der Unternehmen. 30,7% planen dies für 2011 und 48,3% planen dies nicht.

Social Networks und Videos sind die wichtigsten Kanäle
Von den befragten Kommunikations-Experten halten mit 49,8% Social Networks derzeit für die Unternehmenskommunikation am relevantesten. Weitere besonders wichtige Social-Media-Kanäle sind Videos (z. B. Youtube): 39,5%, Weblogs: 28,3% und Microblogs (z. B. Twitter): 32,5%. Insgesamt rechnen die Experten durchschnittlich mit einer annähernden Verdopplung der Relevanz des Social Web bis in das Jahr 2012.

Steigende Relevanz von Social Media in der Unternehmenskommunikation

Steigende Relevanz von Social Media in der Unternehmenskommunikation

 

Goldene Zeiten für Social-Media-Agenturen und -Dienstleister
Die Studie bescheinigt Social Media in der Unternehmenskommunikation einen dramatischen Bedeutungszuwachs, auf den die Unternehmen anscheinend entsprechend reagieren möchten. Selbst wenn nur ein Teil der Unternehmen bei der Etablierung einer Social-Media-Governance auf externe Dienstleister zurückgreift, dürften die dargestellten Prozentwerte dafür sorgen, dass die derzeitige Auftragsflut bei Agenturen und Beratungen nicht so schnell abreißen wird…

 

Geschrieben von Andreas Köster am 14. Juli 2011 | Abgelegt unter Quellen,Social Media,Studien | Keine Kommentare