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71 Prozent der US Investment Experten haben ein Facebook Profil

US-amerikanische Finanzprofis nutzen Social Media relativ intensiv: 71 Prozent besitzen ein eigenes Facebook Profil, 55 Prozent ein LinkedIn Profil, 23 Prozent einen Youtube Account und ganze 19 Prozent einen eigenen Twitter Kanal. Insgesamt 86 Prozent dieser für die Investor Relations relevanten Zielgruppe engagiert sich mit mindestens einem Account in Social Media. Was bislang nur zu vermuten war, bestätigt jetzt deutlich eine Umfrage der Investmentgesellschaft American Century Investments, auf die ich über IR Web Report aufmerksam wurde: Social Media macht vor der Financial Community nicht halt.

Die „Financial Professionals Social Media Adoption Study“ von 2011 befragte 303 Investment Experten in den USA, mit einem Durchschnittsalter von 44 Jahren und im Schnitt beachtlichen 14 Jahren Berufserfahrung. Weitere demografische Angaben befinden sich im Anhang und die fokussierte und detaillierte Befragung erscheint mir auch sonst fundiert zu sein.

71 Prozent der US Investment Experten haben ein Facebook Profil

Wachsende Erfahrung und Nutzung in Social Media
Grundsätzlich hat ungefähr die Hälfte der Befragten durch die persönliche Nutzung einen mittleren bis hohen Erfahrungslevel im Umgang mit Social Media. Im Vergleich zur Vorgängerstudie vor einem Jahr ist dabei eine deutliche Steigerung zu erkennen. Ebenfalls in der Anzahl eigener Accounts und Profile bei Facebook, LinkedIn, Youtube, Flickr und Twitter. Auch die Nutzungs-Häufigkeit pro Woche sowie die Einschätzung der Relevanz von Social Media für das Investmentgeschäft sind deutlich angestiegen.

Unterscheidung zwischen privater und geschäftlicher Nutzung
Vorbildlich an der Studie finde ich, dass dediziert erhoben wurde, ob die Social Media Kanäle nur zu privaten, nur zu geschäftlichen oder zu beiden Zwecken genutzt werden. Demnach werden Facebook und Youtube im Gegensatz zu LinkedIn beispielsweise nicht ausschließlich geschäftlich genutzt. Twitter beispielsweise nutzen 1 Prozent aller Investment Experten geschäftlich, 12 Prozent privat und 6 Prozent für beide Zwecke.

Private und geschäftliche Social Media Nutzung von Finanzexperten

TOP Gründe für geschäftliche Nutzung
Die meisten Befragten monitoren über Social Media Markt- und Branchenentwicklungen, suchen darin nach relevanten Personen und lesen Expertenkommentare und –berichte. Dabei geben insgesamt 23 Prozent an, das posten von Kommentaren gehöre zu ihren Hauptnutzungsarten. 53 Prozent aller Befragten werden bei ihren Web 2.0 Aktivitäten durch eine Social Media Policy ihres Unternehmens unterstützt.

Beurteilung
Es wäre schon verwunderlich gewesen, wenn ausgerechnet Finanzprofis zu „Social Media Ahnungslosen“ bzw. „Social Media Verweigerern“ gehört hätten, dass sie jedoch in diesem Maße im Web 2.0 aktiv sind, hätte ich nicht gedacht. Erstaunlich ist auch, dass bei einem relativ hohen Durchschnittsalter so intensiv getwittert und gepostet wird. Auch wenn die meisten Kanäle nicht überwiegend geschäftlich genutzt werden, ist doch erstens eine Vertrautheit mit den Plattformen und zweitens ein grundsätzliches Aufmerksamkeitspotenzial für beruflich relevante Informationen vorhanden. Beides wächst vermutlich mit der Breite des Angebots, wodurch ich erhebliches Potenzial für die Investor Relations Kommunikation in diesem Bereich sehe.

Selbstverständlich können nicht gleiche Zahlen für deutsche Investment Experten angenommen werden, jedoch wird die zukünftige Tendenz deutlich.

 

Geschrieben von Andreas Köster am 10. April 2011 | Abgelegt unter Social Media,Studien | Keine Kommentare