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Grundsätze der Investor Relations nach DIRK

Relative weit vorne in der Masterarbeit werde ich kurz die theoretischen Grundlagen von Social Media und Investor Relations aufarbeiten. Dazu gehören ohne Zweifel Definitionen zu Zielen, Aufgaben und Möglichkeiten. In Deutschland sind die „Grundsätze der Investor Relations“ nach DIRK das Maß der Dinge in IR. Hier die sechs Grundsätze mit einer verkürzten Erklärung von mir:

  1. Sachlichkeit, Glaubwürdigkeit, Zeitnähe: Um das Vertrauen des Kapitalmarktes zu bewahren und zu stärken, müssen alle Informationen sachlich richtig, verlässlich, fair, offen und zeitnah erfolgen.
  2. Wesentlichkeit und Vollständigkeit: Nur Informationen veröffentlichen die im Zusammenhang mit der Geschäftstätigkeit oder dem Geschäftserfolg eines Unternehmen stehen. Vollständigkeit ist wichtig für richtige Einschätzung des Unternehmenswertes.
  3. Kontinuität, Stetigkeit, Vergleichbarkeit: Informationen sollten kontinuierlich erfolgen, unabhängig von der aktuellen Geschäftslage des Unternehmens. Das Vertrauen der Investoren gilt es zu erhalten und zu stärken. Inhaltlich sollte Stetigkeit in Form und Umfang der Veröffentlichungen erkennbar sein. Der Vergleich zu früheren Unternehmensdaten muss möglich sein.
  4. Zukunftsorientierung: Bedeutet quantitative und qualitative Informationen zur mittel- und langfristigen Markt- und Unternehmensentwicklung zu geben. Besonders interessant für den Kapitalmarkt sind Aussagen, die Schlüsse über zukünftigen Geschäftserfolg ermöglichen.
  5. Gleichbehandlung: Alle Teilnehmer des Kapitalmarktes werden zeitlich und inhaltlich gleich behandelt. Dies ist Voraussetzung um Vertrauen im Kapitalmarkt zu schaffen.
  6. Keine Weitergabe oder Ausnutzung von Insiderinformationen: IR-Beauftragte sind Insider. Sie dürfen Insider-Informationen nicht weitergeben oder nutzten. Teilnehmer des Kapitalmarkts dürfen bei Unternehmensgesprächen und -präsentationen keine Insiderinformationen erhalten.Grundsätze der Investor Relations nach DIRK - online-investorrelations.de

Hier sehe ich eine breite Schnittmenge zu den theoretischen Möglichkeiten von Social Media, zu deren Kerneigenschaften meiner Meinung nach Zeitnähe, Kontinuität, Gleichbehandlung und breite Informationsstreuung gehören. Dies ist natürlich noch wissenschaftlich zu überprüfen.

Geschrieben von Andreas Köster am 16. November 2010 | Abgelegt unter Organisationen,Quellen | 4 Kommentare

Deutscher Investor Relations Verband (DIRK) als wichtige Quelle

Eine besonders bedeutende Quelle, wenn es um Investor Relations in Deutschland geht, ist der Deutsche Investor Relations Verband e.V. (DIRK). Er ist der Berufsverband für IR und hat ca. 280  Mitglieder. Darunter sind alle DAX-Unternehmen, nahezu alle MDAX-Unternehmen sowie ca. 20 TecDAX-Unternehmen. Seit 2010 öffnet sich der Deutsche Investor Relations Verband auch für für natürliche Personen als Mitglieder.Deutscher Investor Relations Verband e.V. (DIRK)

Der DIRK setzt  Standards für die Kommunikation zwischen Unternehmen und dem Kapitalmarkt, vertritt Belange seiner Mitglieder aktiv im Dialog mit Interessengruppen, Institutionen des Kapitalmarktes sowie Politik und Öffentlichkeit. Darüber hinaus setzt er Maßstäbe für eine professionelle Aus- und Weiterbildung des IR-Nachwuchses in Deutschland. Mitgliedern bietet er aktive fachliche Unterstützung und fördert einen regelmäßigen den Austausch untereinander sowie mit IR-Fachleuten aus aller Welt. Weiterhin bietet er eine Vielzahl von Veranstaltungen, Diskussionsforen, Publikationen und Weiterbildungsmöglichkeiten.

Jüngst durchleuchtete er mit dem Titel „Investor Relations und Social Media“ von Kristin Köhler das Spannungsfeld von Finanzkommunikation und Social Media. In einer Vollerhebung werden darin die Social-Web-Aktivitäten der in den Börsenindizes DAX, MDAX, TecDAX und SDAX vertretenen Unternehmen sowohl auf den eigenen Internetseiten als auch auf externen Web-2.0-Plattformen innerhalb eines halben Jahres analysiert.

Dieses Werk ist nicht nur beeindruckend, sonder auch eine der aktuellsten und wichtigsten Quellen für meine Masterarbeit. Nach gründlichem Studium und Überprüfung der Quellen schreibe ich einen Artikel zu dem Buch in diesem Blog.

Die DIRK Webseite ist noch Web 1.0. Jedoch betreibt er zwei Twitter-Accounts (http://twitter.com/IR_community und http://twitter.com/dirk_konferenz) und bietet in 2011 den Workshop „Social Media“ für IR-Officer in Ludwigshafen an. Zudem veröffentlichte er im Juli 2010 die viel beachtete, knapp 30-seitige Studie „IR 2.0 – Soziale Medien in der Kapitalmarktkommunikation“, mit relevanten Fallbeispielen aus Deutschland und der Welt.

Geschrieben von Andreas Köster am 16. November 2010 | Abgelegt unter Organisationen,Quellen | 2 Kommentare

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