Studie „DIRK-Stimmungsbarometer 2011“: Social Media hält Einzug in IR

Die Studie „DIRK-Stimmungsbarometer“ gibt der Deutsche Investor Relations Verband (DIRK) zweimal im Jahr zusammen mit der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) heraus. Sie basiert auf der Befragung von mehr als 700 Investor-Relations-Abteilungen börsennotierter Gesellschaften in Deutschland, Österreich, Schweiz und Großbritannien. Die aktuelle Befragung des Stimmungsbarometers Frühling 2011 wurde auf der 14. DIRK-Jahreskonferenz vorgestellt und hat den Themenschwerpunkt „Die Rolle und Bedeutung von Social Media in der Unternehmenskommunikation“.  Die Rücklaufquote beträgt in Deutschland 36 %, in Österreich 35 %, in der Schweiz 39 % und in Großbritannien 11 %. Für 43 % der börsennotierten Gesellschaften in Deutschland sind Social Media bereits Bestandteil der Unternehmenskommunikation. Allen voran nutzen DAX-Unternehmen (59 %) die interaktiven Kanäle und Plattformen. Ein ähnliches Bild wie in Deutschland zeigt sich im Nachbarland Österreich sowie in Großbritannien. In der Schweiz liegt der Anteil der Unternehmen, die soziale Medien nutzen, sogar bei 62 %.

Studie ergibt: Social Media ist strategisch verankert
Die Vielfalt der sozialen Medien, ihr rasantes Wachstum und die sich ständig wandelnden Anwendungsmöglichkeiten sorgten in den Anfängen des Social Web dafür, dass Unternehmen teilweise nach den Prinzipien von „Versuch und Irrtum“ und „dabei sein“ handelten. Mittlerweile basiert die Nutzung von Sozialen Medien nicht mehr auf Aktionismus, sondern ist strategisch im Unternehmen verankert: In Deutschland verfolgen bereits 45 % aller Befragten – bei DAX-Gesellschaften sind es sogar 65 % – eine Social-Media-Strategie. Weitere 21 % planen, eine solche Strategie in den kommenden zwölf Monaten aufzusetzen. In Österreich hat über die Hälfte, in Großbritannien und der Schweiz jeweils zwei Drittel der Unternehmen ein entsprechendes Strategiepapier ausgearbeitet oder plant diesen Schritt innerhalb der nächsten zwölf Monate.

Gründe für eine Social Media Nutzung in Unternehmen
Die Gründe, soziale Medien in die Informations- und Kommunikationskultur einzubinden, sind vielfältig, die Prioritäten innerhalb der befragten Länder ähnlich gelagert. Aus Sicht der deutschen Unternehmen macht die Einbindung und Nutzung von Social Media hauptsächlich deshalb Sinn, weil über diese gezielten und kanalisierten Informationen neue Zielgruppen erreicht werden. Dieser Meinung stimmen 42 % der Befragten zu. Hinzu kommt, dass im Social Web „Meinungen und Stimmungen über das eigene Unternehmen“ aufgenommen werden (41 %) und sich das Unternehmen als „innovativ“ am Kapitalmarkt positionieren kann (36 %). Auf Rang vier und fünf der Motivliste folgen die Argumente „Anstieg der Interaktivität“ und „Anstieg des Bekanntheitsgrades“ mit 34 beziehungsweise 31 % Zustimmung. Für die Unternehmen in Österreich ist der „Anstieg des Bekanntheitsgrades“ mit 71 % Zustimmung der treibende Faktor. Für die schweizerischen Unternehmen steht „Anstieg der Interaktivität“ mit 57 % Zustimmung an erster Stelle.

Gründe für Unternehmen Social Media zu nutzen

Journalisten und private Investoren als wichtigste Zielgruppe
Über alle Länder hinweg gelten Journalisten als wichtigste Zielgruppe in der Social-Media-Kommunikation, dicht gefolgt von privaten Investoren und Interessen-Vereinigungen. Weniger als ein Drittel aller Befragten hält politische Parteien, Eigen- und Fremdkapitalgeber, Branchenverbände sowie Analysten und institutionelle Investoren für wichtige bis sehr wichtige Informationsempfänger und Dialogpartner. In der Vorausschau auf die nächsten zwei Jahre gibt es zwar keine Veränderung in der Reihenfolge. Für die Befragten steht jedoch fest, dass die Bedeutung von Social Media für alle der genannten Unternehmenszielgruppen zukünftig steigen wird.Zielgruppen der Online Investor Relations

 

Bedeutung für Investor Relations steigt im kommenden Jahr rasant an
Nur 12 % der deutschen Unternehmen halten Social Media als Bestandteil der derzeitigen Investor-Relations-Arbeit für wichtig. In Österreich und der Schweiz liegt der Anteil bei jeweils 24 %. Der größte Zuspruch kommt von Seiten der Briten: 26 % der Befragten hält Social Media als Bestandteil der derzeitigen Investor-Relations-Arbeit für wichtig bis sehr wichtig. Dass die Bedeutung in naher Zukunft stark zunehmen wird, zeigt der Blick auf die nächsten 365 Tage: 71 % der österreichischen, 62 % der schweizerischen, 61 % der britischen und 46 % der deutschen Unternehmen schätzen Social Media als Bestandteil der Investor-Relations-Arbeit in einem Jahr als wichtig bis sehr wichtig ein.

Schweizer Investor Relations Abteilungen führend
Vorreiter in der Nutzung von Social Media basierten Anwendungen sind derzeit die Investor-Relations-Abteilungen in der Schweiz. In Deutschland, Österreich und Großbritannien nutzt nicht mal ein Drittel der Befragten die sich bietenden Möglichkeiten. Zu den Top 3 der meistgenutzten Social Media basierten Anwendungen zählen Online-Lexika wie Wikipedia, Microblogging-Seiten wie Twitter und soziale Netzwerke wie Facebook, XING und LinkedIn.

Für IR genutzte Social-Media-Anwendungen

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Quellen: dirk.org, presseportal.de

4 Kommentare zu “Studie „DIRK-Stimmungsbarometer 2011“: Social Media hält Einzug in IR”

  1. […] Online-Investor Relations: Studie „DIRK-Stimmungsbarometer 2011“: Social Media hält Einzug in IR […]

  2. […] Millionen Artikeln die zweitgrößte (hinter der englischsprachigen Version). Beim diesjährigen DIRK Stimmungsbarometer Frühjahr 2011 gaben ganze 21,8% der börsennotierten Unternehmen an, derzeit Wikis in ihrer […]

  3. […] Einschätzung der Web-2.0-Nutzung von Aktiengesellschaften in Österreich zulässt, ist das DIRK Stimmungsbarometer Frühjahr 2011. Darin werden unter anderem die Ergebnisse einer Umfrage von IR-Verantwortlichen aus Unternehmen […]

  4. […] Unternehmen (19%) zum Einsatz kommt, erstaunt insofern nicht, als dass dieser Wert sich auch im DIRK-Stimmungsbarometer 2011, einer ähnlichen Studie aus Deutschland, […]

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